Schallschutz aus Hanf


Die akustische Entkopplung zwischen Räumen oder Etagen unterscheidet: Trittschall: die Schallausbreitung über das Bauwerk (Deckenbalken, Beton & Mauerwerk etc.)
Raumschall: die Ausbreitung über Zwischenwände gegen Nachbarräume, Dachdämmung, gegen Straßenlärm etc.

Zwischenwände und Geschossdecken müssen vor allem akustische Dämm- funktion übernehmen. Wärmedämmung steht bei Zwischenwänden im Hintergrund. Bei Leichtbauwänden ist die Wahl der Hohlraumdämmung genau so wichtig wie die Wahl der Sichtplatten.

Hanf erfüllt die Forderung nach Hohlraumdämpfung in außerordentlichem Maße. In Verbindung mit einer geeigneten Platte, kann die Schallübertrag- ung effektiv behindert werden.

Die Hohlraumdämpfung bei 2 cm HWD1A-Dämmung:
Schallabsorptionsgrad (2 cm) : 0,40 (H)
Die Hohlraumdämpfung bei 3 cm HWD1A-Dämmung:
Schallabsorptionsgrad (3 cm) : 0,55 (H)

Noch effektiver ist die Verwendung der HANF-LEHM Schallschüttung in Geschossdecken. Um die Schallausbreitung über das Bauwerk zu verring- ern, entkoppelt man akustisch aneinander stoßende Bauteile (Trittschall- dämmung). Um die Ausbreitung des Raumschalls zu verringern, muss der Schall in gedämmten Hohlräumen absorbiert werden.


Wie funktioniert das mit der Hohlraumdämpfung
(Raumschall - Dämmung)?

Unter Handwerkern wird oft gefachsimpelt: "Viel Masse ist gut für die Schalldämmung." Das ist nicht falsch, aber auch nicht richtig. Eigentlich muss es heißen: "Viel Material hilft auch viel (für die Schalldämmung)." Die Masse (kg) ist es nicht.

Eine Schallwelle ist eine "Longitudinalwelle" schwingender Teilchen - z.B. Luftteilchen. Trifft eine Schallwelle auf eine Grenzfläche (auf der zwei Materialien sich berühren), z.B. Grenze zwischen Luft und Wasser (See) oder zwischen Luft und Holz (Baukörper), so wird je nach Einfallswinkel ein Teil der Welle reflekt- iert, ein anderer dringt in das andere Material.

Beim Eindringen in das andere Material wird die Welle gebrochen, das heißt, die Welle verändert die Richtung (Winkel). Ursache dieser Brechung ist die unterschiedliche Schallgeschwindigkeit in den Materialien. Schall hat in der Luft eine Geschwindigkeit von c = 343 m/s, im Wasser c = 1400 m/s, im Holz c = 3400 m/s, im Beton c = 3100 m/s, im Stahl c = 5000 m/s.

Wenn der Schall nun von Luft auf Wasser, Holz oder Beton trifft, in einem kleinen Winkel, so wird der gesamte Schall reflektiert, nichts dringt an Schall in das Wasser, in das Holz oder in den Beton. Dieses nennt man Totalreflexion.

Beim Ausbreiten von Schallwellen in Luft, werden diese nicht gedämpft. Befindet sich aber ein mitschwingendes Medium - wie Hanf o.ä. - in diesem Raum, so breitet sich der Schall nicht durch den Hanf, sondern nur durch die enthaltende Luft entlang der Hanffasern aus.

Die Hanffasern geraten in Schwingung, die Rück- stellkraft der Hanffasern "verzehren" die Energie der Schwingung und die Schallausbreitung wird damit gedämpft.

Wohnräume dämmt man am besten gegen Raumschall, wenn in Wände oder Decken dämpfende Materialien zwischen Schall reflek- tierenden Flächen den Schall "verzehren". Der Effekt wird durch eine geschickte Kombination von dämpfenden und brechenden Medien deu- tlich verstärkt. Genau dieses macht die HANF-LEHM Schallschüttung zu einer ausgezeichneten Schalldämmung.